Wolfgang Thrun
Die frühe Kindheit habe ich als gebürtiger Duisburger auch in dieser Stadt verbracht. Aufgewachsen bin ich dann nach dem baldigen Umzug mit meinen Eltern aber in München, wo ich seither auch ansässig geblieben bin und mit meiner Familie gerne lebe. Mit der Unterbrechung meiner Biologie-Studienjahre, die ich in Konstanz am schönen Bodensee genießen durfte, führte mein Lebensweg mich dann als Spätberufener zur Münchner Polizei.
Woher rührt nun aber mein Hang zur Natur? Geprägt haben mich wohl meine Erinnerungen an die sichtbaren Umweltverschmutzungen im damals industriell noch florierenden Ruhrpott. Am unmittelbaren Zusammenfluss von Rhein und Ruhr wohnend, von Raffinerien, sterbenden Zechen und Europas größtem Binnenhafen umgeben, war der Weg schon vorgezeichnet, die Natur lieben zu lernen.
Fasziniert war ich immer schon von Pilzen, die uns schon als Kinder von meinen Eltern nahegebracht wurden. Der Hallimasch war damals wohl einer unserer geschätztesten Speisepilze überhaupt. Leider konnte ich meine Leidenschaft im Studium nicht verwirklichen, so blieb es mir vergönnt, mich in meiner Freizeit damit auseinanderzusetzen. Meine Frau teilte diese Passion zum Glück von Anfang an. Zunächst
waren wir beide Stammgäste in der Münchner Pilzberatung, in der der damalige Vereinsvorsitzende Andreas Neuner in so vortrefflicher Weise jedes Wochenende eine Ausstellung von rund hundert Frischpilzen auf die Beine stellte. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass auch ich nach einigen Jahren in dieser Pilzberatung tätig sein sollte. Mit Alfred Einhellinger durchstreifte ich über viele Jahre hinweg auf ungezählten Exkursionen seine bekannten oberbayerischen Sammelgebiete. Er prägte entscheidend meine Neigung zu den Täublingen.
Seit 1983 bin ich Mitglied im Münchner Verein für Pilzkunde, zwischen 1995 und 1996 hatte ich in dessen Vorstand das Amt des Kassiers inne. 1984 trat ich der DGfM bei und bekleide seit 2000 das Amt des Schatzmeisters. Von 1998 bis 2006 war ich Redaktionsmitglied der Bayerischen Mykologischen Zeitschrift "Mycologia Bavarica", die auf meine Initiative hin im Jahre 2003 als Publikationsorgan in den Münchner Verein satzungsgemäß integriert wurde. In diesen Jahren übersetzten meine Frau Fatima Medjebeur-Thrun und ich gemeinsam einige mykologische Arbeiten, darunter Makromyzetenschlüssel von Marcel Bon, aus dem Französischen ins Deutsche, und auch Dr. Ludwig Beenkens Ektomykorrhiza-Arbeit zur Gattung Russula für das Bulletin der Société Mycologique de France.
Zur Abrundung und damit ich mich endlich auch offiziell PilzsachverständigerDGfM nennen durfte, legte ich nach gut 30 Jahren hobbymäßiger Beschäftigung mit den Pilzen quasi als „Krönung“ im Jahre 2004 die Prüfung für Pilzsachverständige bei Walter Pätzold ab.
Wolfgang Thrun
Postfach 700 447, D - 81304 München
Tel: 089 - 760 53 53,
Fax: 089 - 76 97 74 74
Email schatzmeister
dgfm-ev
de
Mehr über W. Thrun: dgfm-ev.de/?wthrun
Wolfgang Thrun ist außerhalb seiner Schatzmeister-Funktion auch unter einer persönlichen Email-Adresse erreichbar: wolfgang.thrun
dgfm-ev
de


